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Naturschutzgebiet Piburgersee
Naturschutzgebiet PiburgerseeEigentlich aus einer Naturkatastrophe heraus entstanden, ist der Piburgersee heute das Wahrzeichen und Naturjuwel von Oetz. Ursprünglich war die Senke des Sees eine alte Talfurche paralell zum Ötztal. Nach der letzten Eiszeit hat ein gewaltiger Bergsturz diese Senke an ihrem südostlichen Ende versperrt und die gesamte Talsohle bedeckt. Dadurch hat sich ein See aufgestaut. Bedingt durch die Lage im Kristallgestein besitzt der Piburger See sehr weiches Wasser. Im Hochsommer steigt die Oberflächentemperatur auf bis zu 24 ° C.Der See ist durch seine landschaftlich überaus reizvolle Lage ein beliebtes Ausflugsziel für Schwimmer und Wanderer.

Die Ufer des Piburgersees sind meist steil und teils felsig. Am Südende des Piburgersees liegt die Badeanlage mit großen Liegeflächen. Das Schwimmen im See ist nur in diesem Bereich zu empfehlen. An der Badeanstalt gibt es einen Ruderbootverleih, sodass Sie sich das besondere Spiel der Berge, die sich im See spiegeln, mit Holzbooten aus nächster Nähe betrachten können. Die Fahrstraße führt bis zum gebührenpflichtigen Parkplatz in Piburg, von dort ist der Zugang zum See nur zu Fuß durch ein liebliches Wiesental um den Piburger Bach möglich. Um den See verläuft ein Rundweg durch den Wald mit Einkehrmöglichkeiten direkt am See oder im Weiler Piburg. Mehrere Wanderwege erschließen das Gebiet von Oetz und Habichen.

Der natürliche Fischbestand besteht aus Barsch, Aitel, Rotfeder und Rotauge. Schon aus dem 13. Jahrhundert liegen Berichte über Fischvorkommen vor. Heute werden für die Fischerei Forellen eingesetzt. Die Fischersaison geht vom 1. Mai bis 30. September, Karten werden im Gemeindeamt ausgestellt. Der Piburgersee ist nicht nur einer der besten geschützen Seen Tirols (Naturdenkmal, Landschaftsschutzgebiet und Seenschutzbereich), sondern auch der am besten erforschte. Seit 1931 werden am See gewässerkundliche Untersuchen durchgeführt, seit 1975 läuft ein intensives Untersuchungsprogramm mit regelmäßigen Kontrollen durch das Institut für Zoologie und Limnologie der Universität Innsbruck. Zur Bekämpfung des überhöhten Nährstoffeintrages durch Überdüngung wurde Anfang der 70iger Jahre ein sogenanntes „Olzewski-Rohr“ eingelegt, welches seitdem das sauerstoffarme Tiefenwasser ableitet und so dafür sorgt, dass der Piburgersee eine hervorragende Wasserqualität aufweist.
BADEBETRIEB: Mitte Mai bis Mitte/ Ende September
www.piburgersee.comzurück